Sonntag. Erwachen. Sie trägt immer noch ein weißes Kleid. Es hat inzwischen ein paar Flecken bekommen, aber es sieht gut an ihr aus.
Sie ist noch dabei, sich ihr Antlitz neu zu pudern, die Wirkung aber schmilzt dahin, langsam, aber mit jedem neuen Schminkversuch wird es deutlicher. Noch ein paar Stunden und das weiße Kleid besteht nur noch aus einer Flickensammlung. Unter dem Kleid kommen immer deutlicher die Spuren der Silvesternacht zum Vorschein. Aber bald soll ein neues Kleid ankommen, dann wird ihr Schönheit wieder vollends zum tragen kommen.
Ich werde meine Spuren auf ihrem Kleid hinterlassen, die ihr für ein paar Stunden oder Tage erhalten bleiben, bevor sie sich wieder umzieht.
Entweder in ein neues strahlendes Weiß oder aber vielleicht auch schon in ein zärtliches Grün.
Per Express kam ein Gewand. Strahlend. Schön. Bezaubernd. Zart. Funkelnd.
Ich werde am Fenster sitzen und zusehen wie sie es anlegt.
Die Stadt zieht mich immer wieder neu in ihren Bann.
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