Nun ist es mal wieder so weit. Die Wintermonate mit ihrer Kühle haben es jetzt lange genug hier ausgehalten. Jetzt sind sie fort. Erst ganz langsam, dann aber mit einem großen Knall haben sie sich verzogen. Jetzt begrüßt einen jeden Morgen eine Handvoll Sonnenstrahlen, die versuchen, sich ihren Weg durch die noch nicht frühjahrsgeputzten Fenster zu finden. Ich schwanke dann jedes Mal, ob dies ein guter oder doch nicht so guter Tag ist.
Das Fenster braucht nicht zu denken, das ich es putze, nur weil die Sonne scheint. Noch zwei, drei Tage, dann hab ich mich auch endgültig an diesen Anblick gewöhnt. Also Fenster - nich mit mir!
Aber das ist bei weitem nicht das einzige Ärgernis, das das Frühjahr so mit sich bringt. Oh nein, es gibt noch ein paar mehr.
Solange man in seinen eigenen vier Wänden bleibt und die Fenster am besten nur nachts öffnet, ist alles halbwegs zu ertragen. Möglichst auch nicht unbedingt das Haus verlassen. Draußen wird es immer schlimmer! Nun ja, nicht für alle. Es gibt eine Menge Leute, die sind da völlig immun gegen. Der andere Teil leider gar nicht. Davon gibt es dann allerdings auch welche, bei denen ist es ganz extrem, bei anderen ist es noch so zum aushalten. Ob es einen erwischt, kann man leider nicht beeinflussen.
Ein richtig gut wirkendes Medikament oder aber eine perfekt anschlagende Behandlungsmethode sind leider auch in dieser heutigen Zeit noch nicht gefunden.
Da ist man in der Lage Schiffe zu bauen, die mehr Meerwasser verdrängen können, als ein Mensch in seinem ganzen Leben ausschiffen könnte, aber für ein paar elementarere Dinge gibt es keine Lösung.
Manch einer schwört halt auf ein drinbleiben solange die Sonne scheint. Andere wiederum raten zu sehr dunklen Sonnenbrillen. Dann soll es noch so ein paar Mittelchen geben. Die Wirkung soll sich aber wohl nicht so wirklich bei jedem entfalten. Wahrscheinlich gehört da auch ein gewisser Glaube mit dran. Sorry, aber den hab ich definitiv nicht!
Also lebt man so weiter vor sich hin. Jedes Frühjahr halt der selbe Scheiß. Manch einem treibt es schon bei dem Gedanken daran die Tränen in die Augen. Den Extremen unter den Betroffenen wird der Alkohol zu einem nicht mehr zu vermissen wollenden Freund. Eine schwer schätzbare Zahl von Arzt- und Arztähnlichen Wesen verdient sich eine goldene Nase in dieser Zeit. Heilung versprechen sie alle, wirklich bieten kann sie aber keiner.
Dann kommen wieder so Sprüche: “Wären Sie doch früher gekommen. Sie wissen doch, da kann man so akut nichts machen. Da muß man mit der Behandlung anfangen, bevor es ausbricht!”
Ja vielen Dank! Das sind genau die Worte, die die mir jetzt weiterhelfen und mich wieder aufbauen!
Und so stehe ich hier wie jedes Jahr - mit meinen Frühlingsgefühlen!
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