Der Sommer hat wie viele andere Dinge auch so seine Eigenheiten.
Er kommt irgendwann. Er bleibt eine gewisse Zeit. Und geht dann wieder. Bleibt eine zeitlang weg und das Ganze beginnt von vorn.
Das Unangenehme daran sind seine Begleiterscheinungen. Sie treten leider vielfältig in Erscheinung und lassen sich erschreckender weise auch nicht abstellen. Vielfach, oder besser gesagt meistens gehen sie mit dem weiblichen Geschlecht einher.
Dabei muß ich immer wieder feststellen, Das sich da doch über die Jahre so einiges geändert hat. Zuallererst die Figuren der weiblichen Welt, die man eindeutig der sogenannten Jugend zurechnen kann. Früher, also in der Zeit, in der ich noch jung war, so schulzeitmäßig, gab es verschiedene Figurentypen. Laß mich doch kurz einmal die Kalssifizierung aufzählen und erläutern. Fangen wir beim wenigsten an.
Bohnenstange.
Alternativ auch Brett mit Warzen, spindeldürres Etwas, Hungerharke.
Das kennzeichnet die Gruppe der ganz ganz schlanken. Kein Gramm Fett. Schön schlank. Dafür im Normalfall mit keiner, beziehungsweise kaum vorhandener Oberweite ausgestattet.
Dann folgt dir große Gruppe der ganz normalen.
Im großen und ganzen schlank. Hier und da ein, zwei Gramm Fett. Nichts was die Optik stört. Halt alles ganz normaler Durchschnitt.
Dann gibt es die Gruppe der Dicken. Ausgestattet mit Oberweiten, auf die Pubertierende völlig abfahren. Rieseneuter. Dicke Dinger. Vom ganzen Körperbau kann man sie problemlos und völlig zu Recht als kräftig, stämmig oder ähnlich passenden Wörtern beschreiben. Alles in allem etwas pummeliger, aber problemlos als Frau erkennbar.
Die Bezeichnung “Fetti” paßt auf die noch übrig gebliebenen. Mehr als deutlich haben sie ein paar Kilo zuviel an den Armen, Beinen, Bauch, Po und allen noch so vorhandenen vorhandene und sichtbaren Körperteilen.
Diese Frauen hatten sowohl im Sportunterricht, wie auch zu allen anderen Gelegenheiten unter Spott und Häme ihrer Mitschüler zu leiden. Täglich. Wöchentlich. Immer.
Nun, heute etliche Jahre später ist es an der Zeit die Gruppen neu zu definieren oder aber die Kennzeichnung zu überarbeiten.
Es ist nicht nur an der Zeit, es ist notwendig!
Neueinteilung.
Es beginnt mit einer Streichung. Das Modell “Bohnenstange” ist komplett verschwunden. Es wird durch die Kategorie “bewachsene Knochen” ersetzt. Eine Gruppe für alle Bulemisten, fast verhungerten und Verhungerten. Ab und zu läßt es sich nicht vermeiden, das ein paar Besenstiele und Kleiderständer für Verwechslungen sorgen.
Weiter gehts. Nächste Streichung. Normale. Ist fast ausgestorben. Nur wenige Exemplare lassen sich sichten. Neue Bezeichnung “Schlank”. Sollten sie eine Vertreterin dieser Gruppe sehen, können sie sich extrem glücklich schätzen. Einige, mehrere habe so etwas schon seit Jahren nicht mehr gesehen.
Dann ist es leider notwendig eine größere Pause einzulegen, wiederum verbunden mit eine Kategorieumbennenung.
Die Gruppe der Dicken wird zusammenfaßt mit den Fetten und ganz Fetten.
Hiermit ist alles gemeint, was sich mit den Begriffen: Qualle, Fetti, dicke Sau, Schwabbel, Fetttransport und so weiter bescheiben läßt.
Dieser Gruppe gehören ca. fünfundneunzig Prozent der annähernd weiblichen Personen, die sich irgendwas um die zwanzig befindet, an. Kleine und Große, schwabbelige, dicke, fette Wesen. Neben ihrem gigantischen Umfang sind sie auch mit einem ebenso großen Selbstvertrauen oder aber, und das halte ich für eher zutreffend, großen Ignoranz und Spiegelbildblindheit ausgestattet.
Sie quetschen sich in Klamotten, die augenscheinlich vier Konfektionsgrößen zu klein eingekauft wurden. Jede ihrer noch so gigantischen Fettwulst, meist ist es auch nur eine, die kurz über dem Schambereich anfängt und knapp unter dem Hals endet, kommt somit vollständig zur Geltung und läßt mich immer wieder überlegen, ob eine Notschlachtung in die engere Wahl zu ziehen ist. Bei jedem ähnlich fetten Hund würde man es tun, damit er sich nicht quält. Hier würde ich es tun, damit meine Augen nicht weiter gequält werden.
Es ist das, was am Sommer immer ekeliger wird. Niemand möchte so etwas sehen. Ich auch nicht!
Nicht das wir uns falsch verstehen, ich habe nichts gegen Personen die etwas mehr auf ihren Hüften mit sich herumtragen - aber man muß die extremen “ein paar Gramm mehr” nicht noch dermaßen betonen!
Wenn ich Preßwürste sehen will geh ich zum Fleischer.
Und jetzt is mir nach Hackbrötchen.

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